Gemeinsam und trotzdem ganz bei mir

Drei Tage Move. Breath. Be.

3.-5. Juli 2026 Pörtschach am Wörthersee
       

ANKOMMEN

Der erste Atemzug

Die Sonne wärmt unsere Haut. Vor uns liegt der Wörthersee, das Wasser bewegt sich im Licht. Wir stehen im Kreis. Einige kennen einander bereits, andere begegnen sich an diesem Wochenende zum ersten Mal.
Noch tragen wir den Alltag in uns: die Anreise, die Aufgaben der vergangenen Tage und Gedanken, die sich nicht einfach an der Hoteltür abgeben lassen. Manche sind voller Vorfreude, manche erschöpft. Eine Teilnehmerin wird später erzählen, dass sie mit einem sehr hohen Stresslevel angekommen ist.
Niemand muss zuerst ruhig werden, um hier richtig zu sein. Wir beginnen dort, wo jede gerade steht. Ein bewusster Atemzug. Die Füße spüren den Boden. Die Schultern dürfen sinken. Langsam finden wir in die ersten fließenden Bewegungen von Indian Balance.
Noch ist nicht alles still. Aber etwas beginnt, leiser zu werden.

 

 

 

“Gemeinsam und trotzdem ganz bei mir. ”
– K. –

 

 

 

 

MOVE

Der Körper erinnert sich

Mit jeder Bewegung wächst die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Die
Gedanken verlieren für einen Moment ihre
Dringlichkeit. Der Atem gibt den Rhythmus
vor.
Bewegen. Atmen. Wahrnehmen.
Die Gruppe findet schnell zueinander.
Vielleicht liegt es an ihrer überschaubaren
Größe. Vielleicht an der Offenheit der Begegnung, vielleicht auch daran, dass niemand etwas darstellen muss.

“Die allgemeine Ruhe und das gemeinsame Miteinander haben mir geholfen anzukommen”, beschreibt Maria später diesen Beginn.


“Das herzliche Miteinander und die ganz neuen Zugänge zum Sein.” – S.R. –

Es ist dieses Miteinander, das von Einheit zu Einheit spürbarer wird: gemeinsam bewegt
und dennoch ganz in der eigenen Wahrnehmung. Jeder mit seiner Geschichte, dem eigenen Tempo und dem, was an diesem Wochenende mitgebracht wurde.

 

NATUR

Sonne auf der Haut, Wasser vor Augen

Draußen verändert sich die Bewegung. Die Sonne wärmt, die Luft berührt die Haut und die Geräusche der Natur mischen sich mit der Musik und unserem Atem.
Balance zeigt sich hier nicht als perfekter Stillstand. Sie entsteht im ständigen Ausgleichen. Ein wenig wie im Leben – nur dass man dort leider nicht immer so elegante Bewegungen macht.

Eine Teilnehmerin erzählt später, wie sehr die Einheiten in der Natur und im Wasser ihre Sinne geöffnet haben: das Licht, die Farben, die Gerüche, die Geräusche und das Element Wasser. All das habe sie das Leben intensiver
spüren lassen.
Wir fragen uns, ob es genau das ist, wonach wir uns im
Alltag oft sehnen: nicht noch mehr zu verstehen, sondern wieder etwas unmittelbar zu erleben.

Nicht über das Wasser nachdenken. Es spüren.
Nicht über den Atem sprechen. Atmen.
Nicht erklären, was Lebendigkeit ist. Lebendig sein.

 

Zeit nur für Dich

Denn auch das gehört zu einem Retreat: Momente, in denen kein Programmpunkt wartet und niemand sagt, was als Nächstes zu tun ist. Gerade wenn unser Alltag durchgetaktet ist, kann diese Freiheit zunächst ungewohnt sein.

Mit dir selbst zu sein bedeutet jedoch nicht, allein zu sein. Es bedeutet, wieder wahrzunehmen, wonach dir gerade ist: am Wasser sitzen, spazieren, schlafen, schreiben oder einfach nur schauen. Nicht jede freie Minute muss gefüllt werden. Manchmal entsteht gerade in diesem offenen Raum die Begegnung, für die im Alltag am wenigsten Zeit bleibt, die Begegnung mit dir selbst.

Im Klangbad darf der Körper ruhen. Klänge breiten sich im Raum aus, werden spürbar und verklingen wieder. Es gibt nichts zu erreichen. Nichts festzuhalten. Sein ohne Müssen. Vielleicht ist genau das die seltenste Form von Luxus.

“Es hat sich in mir ein unbeschreibliches Gefühl der Annahme und Akzeptanz entwickelt.” – S.H. –

 

 

 

BE

Freiheit bekommt Flügel

In der letzten Bewegungseinheit begegnen uns die Flügeltiere. Die Bewegungen werden weit. Die Arme öffnen sich, der Körper richtet sich auf. Aus der konzentrierten Praxis entsteht ein Tanz. Eine Teilnehmerin wird später sagen, dass sie in dieser Einheit Freiheit gespürt habe.
An diesem Wochenende hat jeder von uns etwas Unsichtbares von sich abgelegt – eine alte Anspannung, eine Erwartung, den Glauben, immer funktionieren zu müssen, und noch vieles mehr. Und jeder nimmt etwas anderes mit: mehr Ruhe, mehr Klarheit, mehr Beweglichkeit, mehr Zuversicht oder mehr Verbindung mit sich selbst.

“Entspannt und glücklich.”
– Michaela –

Wenn der Körper tanzt

Und dann ist da noch dieser Abend: Nach dem Essen erklingt Musik. Ganz spontan, ohne Plan und ohne den Anspruch, etwas “richtig” machen zu müssen. Jemand beginnt sich zu bewegen, dann noch jemand, und noch jemand. Aus einem leichten Wiegen entsteht Tanz.
Wir lachen, geben uns dem Rhythmus hin und spüren, wie gut es tut, den Tag nicht nur in Gedanken, sondern mit dem ganzen Körper ausklingen zu lassen.
Wenn der Körper tanzt, tanzt auch die Seele.
Für diesen Moment wird alles leicht: Der Kopf macht Pause, die Lebensfreude übernimmt – und wir sind einfach da, miteinander und ganz bei uns.

Am Sonntag stehen die Taschen wieder bereit. Die Gesichter, die zwei Tage zuvor teilweise müde oder angespannt wirkten, sind weicher geworden.
Noch einmal kommen wir zusammen und blicken zurück: auf Bewegung und Stille, auf Tränen und Lachen, auf offene Gespräche und Momente, die sich nicht  vollständig in Worte fassen lassen.

Was bleibt?

Der Wörthersee bleibt zurück. Doch das Wesentliche reist mit: die Erinnerung an den eigenen Atem, an das Getragensein in der Gruppe und an den Moment, in dem du gespürt hast: Ich muss gerade nichts leisten.
Ich darf einfach sein.

“Es war bereichernd, voller positiver Energie – ein wunderschönes Wochenende mit wunderbaren Menschen.”
Eleonora –

“Ich bin trotz anfänglich sehr hohen Stresslevels viel entspannter und gestärkter nach Hause gekommen.”
 Teilnehmerin des Retreats –

 

 

Du kehrst nicht als ein anderer Mensch zurück.
Du kehrst ein Stück näher zu Dir selbst zurück.
Move. Bewegung als Rückkehr in den Körper.
Breath. Atem als innerer Rhythmus.
Be. Sein ohne Müssen.